Dressur, Springen, Ausreiten – das kennt jeder. Aber es gibt noch weitaus mehr um den Winter für sich und sein Pferd abwechslungsreich und spannend zu gestalten.

1. Spazieren gehen hält warm

Winterausritte, insbesondere bei Schnee, sind wunderschön. Würden einem doch nur nicht die Füße einfrieren. Wer sagt denn, dass man reiten muss? Ein schöner Spaziergang mit seinem Pferd durch die Winterlandschaft schafft Abwechslung, fördert das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter, insbesondere bei schreckhaften Pferden, und hält obendrein auch noch warm.

Für diejenigen, die spazierengehen langweilig finden, könnte das Joggen mit Pferd eine spannende und abwechslungsreiche Alternative sein. Allerdings sollte jeder mit Bedacht anfangen, sein Pferd langsam an die neue Aufgabe heranführen und demnach nicht gleich die 10 km Waldrunde laufen.

2. Stangen, Stangen, Stangen

Stangen bringen Abwechslung. Nicht nur im Winter, sondern jederzeit. Aber insbesondere im Winter, dürfen sie gerne öfter ins Training eingebaut werden um Abwechslung zu schaffen. Stangen sind nicht zwangsläufig zum Springen oder die dressurmäßige Stangenarbeit da. Auch in der Bodenarbeit oder beim Geschicklichkeitsreiten können sie vielfältig eingesetzt werden. Im Rahmen eines Geschicklichkeitsparcours bieten sich Übungen an, wie beispielsweise das Durchparieren zum Trab, Schritt oder Stehen in einer Gasse, das klassische Stangen-L, sowohl vorwärts als auch rückwärts, das Stangenkreuz, Anhalten über einer Stange, Rückwärtsrichten über eine Stange und vieles mehr. All diese Übungen können vom Sattel oder vom Boden aus durchgeführt werden und der eigenen Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt. Schließt man sich mit mehreren Leuten zusammen, geht das Auf- und Abbauen schneller und obendrein ist großer Spaß garantiert!

3. Arbeit am Boden

Den meisten Reitern ist die Bodenarbeit ein Begriff. Neben den bereits erwähnten Stangen, gibt es viele weitere Sachen, die in das Training einfließen können. Beispielsweise können lange Winterabende genutzt werden um das Pferd mit Plane, Podest, Gymnastikball oder Flattervorhang vertraut zu machen. Zirkuslektionen, kleinere Tricks, wie das Flehmen, Lektionen aus der Freiheitsdressur und zahlreiche Übungen aus der klassischen Dressur, wie Seitengänge oder Schulterherein, können ebenfalls geübt werden. Auch gilt wieder der eigenen Kreativität seinen Lauf zu lassen.

4. Longieren

Viele Reiter longieren ihr Pferd regelmäßig, meist um ihnen Bewegung zu verschaffen. Wie wäre es einmal die Doppellonge auszuprobieren?

5. Freilaufen und -springen

Den meisten Pferden macht beides sehr viel Spaß. Beim Freispringen wird die Höhe natürlich dem Können des Pferdes angepasst, was bedeutet, dass ein Springpferd mehr gefördert werden kann, als ein Dressurpferd und bei älteren Pferden genügt die Höhe eines Cavalettis. Hier haben die Pferde, die im Winter oft nur stundenweise auf Paddocks oder kleinen Koppeln stehen, die Möglichkeit sich so zu bewegen wie sie wollen – fast zumindest. Bevor es so richtig losgeht, darf nie vergessen werden, dass Pferd aufzuwärmen. Das bedeutet, wie beim Reiten, 15 Minuten Schritt führen, danach an der Longe erst traben und später galoppieren lassen.

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