Von Stangen über Cavalettis, Caprilli- und Springreiterwettbewerben bis hin zum ersten E-Springen, habe ich bei Keks und mir langsam wieder Freude am Springen entwickeln können. Er springt momentan traumhaft und Angst von meiner Seite aus, sitzt schon lange nicht mehr mit im Sattel. Im Gegenteil, ich freue mich auf jede Springstunde, die ich habe.

Genau wie im letzten Jahr, möchte ich auch in diesem Jahr neben der Dressur wieder Springprüfungen reiten. Vor ein paar Wochen habe ich das erste Turnier genannt und morgen ist es soweit. Das erste Springturnier der Saison steht an. Durch unser Auswärtstraining kennt Keks mittlerweile sogar den Platz dort und eigentlich haben wir sehr gute Voraussetzungen. Dennoch habe ich ein mulmiges Gefühl. Ich habe neben einem E Springen auch ein A Springen genannt.

Mein erstes A Springen!

Einerseits freue ich mich, andererseits habe ich Angst tief zu fallen. Damit meine ich nicht, herunterzufallen, sondern eher das ich Keks überfordern könnte. Überfordern mit Höhen, die wir im Training zwar schon gesprungen sind, aber doch nicht so häufig wie es vielleicht für Außenstehende erscheinen mag. Steht ein 70 cm hoher Oxer vor mir, überwinde ich diesen mittlerweile bedingungslos. Ob ich diesen Mut bei einem 95 cm hohen Oxer, wie er im A zweifelsohne stehen wird, aufbringen kann, weiß ich nicht. Ebenfalls können im A verschiedene Unterbauten vorkommen, die ich logischerweise nicht alle üben kann, aber bisher hatten wir noch nicht viele Möglichkeiten in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln. Ich habe schlicht und einfach Angst, dass etwas schief gehen könnte und wir viele Schritte zurückfallen.

Stellt sich die Frage, warum ich ein A springen melde, wenn ich mich so unsicher fühle und derartige Bedenken habe. Ich habe so ziemlich die gleichen Gedanken damals beim E Springen gehabt. Und was ist daraus geworden? Eine Platzierung. Insgeheim weiß ich, dass wir ein A Springen schaffen können und hoffentlich auch werden. Ich habe vollstes Vertrauen in uns als Team und ich weiß, dass ich mich im Parcour auf Keks verlassen kann. Manchmal wünsche ich mir meine Gedanken und Zweifel abstellen zu können, einfach zu reiten, von Hindernis zu Hindernis bis ins Ziel.

Ich wünsche mir weiterzufliegen.

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