Es tut weh. Es hinterlässt eine Narbe. Eine seelische Narbe. Eine Narbe, die nie verheilen wird, aber mit der Zeit hoffentlich verblasst. Diese Narbe, die entstanden ist, hat rein gar nichts mit Pferden und dem Reitsport zu tun, sondern stammt aus einem anderen Teil in meinem Leben, den ich hier nicht weiter erörtern werde. Dennoch habe ich das Bedürfnis diese Zeilen niederzuschreiben. Vielleicht auch, um das Geschehene zu verarbeiten, mir selber Mut zu machen, dass es weitergehen wird, wenn auch nicht wie geplant.

Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und ich möchte Dinge, die ich anfange, abschließen. Nein, ich möchte sie nicht nur abschließen, ich möchte sie gut abschließen. Dennoch gibt es Momente im Leben, in denen das, was man sich vornimmt, aus welchen Gründen auch immer, nicht funktioniert. In denen man sich eingestehen muss, dass man ausgelaugt und am Ende ist. In denen man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Es fehlt die Kraft zu kämpfen.

Vor ein paar Wochen, kam ich mir vor wie ein Verlierer. Ich habe eine Niederlage erlitten und ich werde einige Zeit benötigen um diese zu verdauen und vor allem zu akzeptieren, dass ich diesen Teil in meinem Leben, nicht geschafft habe. Das Gefühl gescheitert zu sein, hat überwogen. Mein Vater sagt immer, dass Leben ist wie eine Leiter, die man heraufklettert. Manchmal überspringt man eine Sprosse, manchmal bricht eine durch und man fällt herunter. Dann muss man einen großen Schritt machen, um die zerbrochene Sprosse zu überspringen und den Halt auf einer heilen Sprosse zu finden. Für diesen Sprung auf die heile Sprosse, muss man oft Anlauf nehmen.

An diesem Punkt war ich und habe mittlerweile die Kraft gefunden, Anlauf zu nehmen und die kaputte Sprosse zu überspringen. Ich habe das Gefühl auf der heilen Sprosse zu stehen, aber ich habe noch nicht den richtigen Halt gefunden. Es wackelt. Ich versuche nach vorne zu schauen, mein Leben zu sortieren und neue Perspektiven zu finden. Den Halt auf der Sprosse zu finden. Nicht nach unten zu fallen.

Wie gesagt, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, der als Gewinner, und nicht als Verlierer, da stehen möchte. Aber manchmal soll es einfach nicht sein. Mir fehlt die Kraft um für das, was ich erreichen wollte, weiter zu kämpfen und ich werde lernen müssen mein Scheitern zu akzeptieren. Ein großer Teil meines jungen Lebens liegt noch vor mir und es wird neue Ziele geben, für die es sich lohnt, zu kämpfen. Ziele, die mich genauso voran bringen, wenn auch in eine andere Richtung.


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