Die Geschichte wieso ich zu einer Hit-Air-Airbagweste kam ist etwas länger, aber lasst mich von vorne beginnen. Seit ich denken kann, war ich ein Angstreiter. Wo andere in ihrer Kindheit ohne Sattel und Helm über die Wiesen gefetzt sind, war ich immer höchstbemüht kein Risiko einzugehen. Woher das kam, kann ich nicht genau sagen. In der ersten Reitschule fegte es mich schon in den Longenstunden vom Pferd und auch in den weiteren Jahren, saß ich selten auf den sehr gut ausgebildeten Pferden. Ich hatte also keine Lust mehr, noch öfter den Boden zu küssen und beschränkte mich auf die Dressurreiterei. Mit meiner ersten Reitbeteiligung, Davidoff, durfte ich dann aufgrund von Arthrose gar nicht springen, und fiel trotzdem oft genug herunter, und in den Reiturlauben stellte ich mich einmal so unglaublich schlecht an, dass ich meine „Springkarriere“ an den Nagel hing.

Doch dann kam Aarlon

Aarlon hatte ich ja relativ naiv gekauft. Mir ging es weder um das Exterieur, was sich im Nachhinein als nicht ganz so schlau herausstellte, oder den Ausbildungsstand, wobei ich extremes Glück hatte, sondern ich war einfach froh, ein Pferd gefunden zu haben, mit dem es harmonierte und welches, ich als 17 Jährige Schülerin bezahlen konnte. Nach und nach verstand ich aber, was es bedeutete, dass er mal „M-Dressur fertig“ und „L-Springen gegangen war“. Das Pferd hatte ganz schön was auf dem Kasten. Ich entfloh in eine „Dressurtraumwelt“ und nahm mir vor irgendwann ein Turnier zu nennen.

Nach dem ersten Reiterwettbewerb hatten wir zwar nichts gewonnen, aber ich hatte Blut geleckt und wollte das Reitabzeichen machen. Also ging es zwangsläufig an das Springen, aber da war meine Angst. Und die Angst sorgte dafür, dass vom ersten Reiterwettbewerb im Sommer 2013 bis zum Reitabzeichen im Frühjahr 2016 dann doch 3 lange Jahre ins Land strichen, in welchen ich mich vor der Springerei mehr oder weniger drückte. Selbst über Cavalettis traute ich mich nicht zu reiten und mit Aarlon gleich noch weniger. Je weniger er sprang, desto mehr fehlte ihm die Routine und desto mehr raste er auch auf die kleinen Cavalettis zu.

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Safety first – ich kaufe mir eine CrossCountry Airbagweste von Hit-Air

Irgendwann entschloss ich mich jedoch, mir die richtige Sicherheitsausrüstung zu kaufen und dann das Thema Springen anzugehen. Die Suche nach einer geeigneten Sicherheitsweste fiel mir nicht schwer, denn die Stallbesitzer des Stalls in Brandenburg, wo ich Aarlon gekauft hatte, waren nicht nur langjährige Freunde meiner Familie, sondern managen auch den deutschen Vertrieb der Hit-Air-Westen. Ich wollte keine feste Weste, die mich einengt, haben, aber trotzdem maximale Sicherheit. Es war also relativ schnell klar, eine Airbagweste soll es sein und am besten eine von Hit-Air.

Eine Airbagweste wird über ein Kabel am Sattel befestigt, welches bei einem Zug von über 30 kg den Airbag in der Weste in weniger als einer Sekunde aufbläst. Wie immer, besuchte ich die beiden auf der Equitana an ihrem Stand für ein kleines Pläuschchen bei Kaffee und Sekt und eröffnete erstmals, dass ich nun, nach dem Pferd, auch eine ihrer Airbagwesten kaufen wollte. Ich schlüpfte in mehrere Modelle hinein, entschied mich aber rasch für das einfachste und leichteste Modell „CrossCountry“. Dieses hat zwar keine Taschen für Handys oder ähnliches, ist aber super leicht, wodurch man vor allem im Sommer nicht drunter schwitzt, und lässt sich extrem gut anpassen, falls man im Winter doch mal eine dickere Jacke trägt. Auch kann man darunter noch gut eine feste Sicherheitsweste anziehen, falls ich jemals auf die Idee kommen sollte, auf einen Geländeplatz zu fahren. Ich nahm dann gleich noch 3 Kartuschen mit, immerhin wollte ich ja anfangen zu springen und da weiß man ja nie.

An dem Messestand von Hit-Air konnte man sich auch probeweise einmal „aufpusten“ lassen und mir fiel gleich auf, dass die Airbagweste neben dem Schutz einer festen Weste auch noch den Nacken und das Steißbein schützt, da sich dort etwas ausklappt.

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Die Airbagweste von Hit-Air im Alltag

Die Messe ist jetzt fast zwei Jahre her und, man glaubt es kaum, aber das war bis jetzt das einzige Mal, dass ich eine aufgepustete Hit-Air anhatte. Zuhause ging es dann an die Montage am Sattel. Das eine Ende des Kabels wird durch die Öse gezogen, in welcher man auch das Vorderzeug einhakt und dann fest verdreht. Am anderen Ende hängt ein Stecker, der in den Stecker an der Weste passt und an dieser ist eine Art Telefonschnur befestigt ist, die zum Beispiel beim Leichttraben super gut nachgibt. Nach dem Aufsteigen heißt es dann „Anschnallen“ und es kann losgehen. Vor dem Absteigen darf man allerdings das „Abschnallen“ nicht vergessen.

Ich habe die Weste jetzt seit über 2 Jahren und mittlerweile mein Reitabzeichen. Dank der Weste, und naja, auch dank Vany, einer süßen Stute, die ich zwischenzeitlich reiten durfte, habe ich meine Liebe zum Springsport entdeckt und springe in letzter Zeit fast lieber, als in den Dressursattel zu steigen. Das nächste Ziel ist das RA4, wann auch immer. Auch in der Prüfung habe ich die Weste getragen, da sie mit ihrer schwarzen Farbe auf dem Jackett kaum auffällt. Wie bereits gesagt, hatte ich bisher das Glück die Weste nicht zu brauchen, ich bin aber trotzdem froh sie immer beim Springen anzuhaben. Und auch im Gelände hatte ich sie im Sommer ein paar Mal an, da Aarlon in dieser Jahreszeit ja doch etwas schwerer zu händeln ist.

Von mir gibt es ein klares „Daumen hoch“ für die „CrossCountry“ Airbagweste von Hit-Air. Sie ist bequem, super leicht und schränkt mich nicht ein. Kurz gesagt: ich merke sie kaum. Die Investition ist, mit 430 Euro, zwar etwas größer, hat sich aber definitiv gelohnt. Ob ich eine feste Weste immer anziehen würde, weiß ich nicht, aber in die Hit-Air schlüpfe ich einfach auch gerne rein.


Gastbeitrag von Mia

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