Eigentlich hatte ich gar nicht vor meine Wünsche, Ziele und Vorsätze für das Jahr 2017 aufzuschreiben, da ich der Meinung bin, dass ich keinen Jahreswechsel brauche, um mir gewisse Dinge ins Bewusstsein zu rufen und Träume in die Tat umzusetzen. Allerdings führt so ein Jahreswechsel auch bei mir dazu, sich neu zu sortieren, Pläne zu schmieden oder symbolisch gesprochen, das alte Buch 2016 zu schließen und die neuen Seiten im Buch 2017 zu füllen. Meine Seiten sollen auch in diesem Jahr wieder leuchtend bunt und voll gefüllt mit Erlebnissen sein. Mein Buch ist übrigens nicht geleimt. Dadurch habe ich, auch mitten im Jahr die Möglichkeit, eine Seite herauszureißen, wenn es notwendig ist.

Mein größter Wunsch ist ultralangweilig

Wünsche sind bekanntlich die Sachen, die man gerne wahrhaben möchte, aber diese nicht unbedingt aktiv beeinflussen kann. Jeder hat Wünsche – ich auch!

Wie die meisten von euch wissen, war das Jahr 2016 reiterlich gesehen ein unglaubliches Jahr. Es sind Sachen wahr geworden, von denen ich nicht einmal gewagt hätte zu träumen. Natürlich habe auch ich darüber nachgedacht, was ich mir für das Jahr 2017 wünsche. Ich weiß, es klingt ultralangweilig, aber in erster Linie wünsche ich mir, dass wir alle gesund bleiben, keine Tierärzte brauchen und weder Tierkliniken noch Krankenhäuser von innen sehen. Das Schöne und einzigartige am Reitsport ist die Arbeit mit einem Lebewesen. In den letzten Jahren habe ich vor allem eins gelernt: Egal was passiert, es wird niemals langweilig. Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Jahr 2016 gar nicht toppen muss, und ganz ehrlich, das ist auch nahezu unmöglich, aber ich bin mir absolut sicher, dass 2017 viele neue Abenteuer, Herausforderungen und Erlebnisse für Keks und mich bereit hält, auf die ich irgendwann genauso gerne zurückschaue, wie auf das vergangene Jahr.

Ein weiterer Wunsch für das kommende Jahr betrifft nicht den Reitsport, sondern meinen Hund Mailo. Er ist im letzten Jahr ein richtiger Opi geworden und gesundheitlich gab es einige Tiefpunkte. Es ging sogar soweit, dass ich dachte, es ist vorbei. Ich kann die Zeit nicht anhalten, aber ich wünsche mir, ihn so lange wie möglich an meiner Seite zu haben.

Damit bin ich schon bei meinem nächsten und auch letzten Wunsch. Das ist Zeit. Denn egal wie gut ich mich organisiere, wie strukturiert ich in den Tag starte, Zeit ist leider oft das, was mir fehlt. Der Tag hat bekanntlich nur 24 Stunden, in denen Job, Pferd, Hund, Blog, Familie und Freunde einen Platz finden müssen, was streckenweise nahezu unmöglich ist, insbesondere, wenn außerplanmäßige Sachen, wie beispielsweise ein einfacher Stau, geschehen.

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Auf zu Lehrgängen, Geländeritten und auf die Vielseitigkeitsstrecke

Als Ziele, bezeichne ich alles, was ich gerne in die Tat umsetzen möchte, darauf einen gewissen Einfluss habe und demzufolge auch entsprechend darauf hinarbeite – vorausgesetzt natürlich mein Wunsch nach Gesundheit wird wahr.

Das mit Abstand wohl größte Ziel für das Jahr 2017 wird mein Trainer C Schein werden. Ich bin ein unglaublich ehrgeiziger Mensch und ich will den Trainerschein nicht nur gut, sondern sehr gut machen. Schon jetzt habe ich das komplette Repertoire an Büchern in meinem Regal stehen und eigne, wann immer ich etwas Luft habe, mir fleißig die Theorie an. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich auf diesen Lehrgang freue!

Was unser Training betrifft, so möchte ich gar nicht so viel verändern. Ich möchte weiterhin regelmäßig im Unterricht reiten, Keks, mit Dressur, Springen, Longe, Bodenarbeit und Gelände, so viel Abwechslung wie möglich bieten und einfach weiterhin Spaß an dem haben, was ich tue. Da ich aber endlich genug Geld gespart habe, steht dieses Jahr endlich die Anschaffung eines eigenen Pferdeanhängers an, was mir ein großes Stück Freiheit gibt. Denn mit dem eigenen Anhänger wird es möglich sein auf Lehrgänge, Geländeritte und die Vielseitigkeitsstrecke zu fahren.

Hiermit sind wir dann bei ein paar weiteren Zielen für das kommende Jahr. Was wir im vergangenen Herbst erfolgreich angefangen haben, soll dieses Jahr fortgeführt werden, denn ich bin fest entschlossen regelmäßig Geländehindernisse zu springen – ganz abgesehen davon, dass wir für den Trainerschein auch geländetauglich sein müssen. Außerdem möchte ich gerne den einen oder anderen Lehrgang mitreiten und hin und wieder bei einem Geländeritt, die hier im Umkreis ziemlich häufig stattfinden, teilnehmen. Ich sehe den eigenen Hänger, in diesem Zusammenhang, so ein bisschen als „Türöffner“ für Sachen, die sonst nicht so einfach möglich gewesen sind.

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mir über die nächste Turniersaison keine Gedanken gemacht habe. Hier ist es mein großes Ziel, dass wir uns in der Klasse L weiter etablieren, die Lektionen sicher reiten und natürlich auch ein Schleifchen mit nach Hause nehmen. Kein Ziel, eher ein Traum, wäre die LK4 nach der Saison, aber gehört wieder zu den Sachen, die ich mir nicht erträumen möchte. Keiner kennt unsere Stärken, aber vor allem Schwächen, besser als ich und ich weiß, dass wir noch einige Zeit brauchen werden um die L Lektionen sicher zu beherrschen.

Außerdem gibt es noch ein weiteres Ziel, welches ich aber zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen nicht öffentlich machen kann. Es hat im entferntesten Sinne mit dem Reitsport zu tun, wird eine sehr lehrreiche Phase werden und auch erst im Sommer 2018 abgeschlossen sein. Natürlich wird es irgendwann den richtigen Zeitpunkt geben, um euch alles zu erzählen, aber bis dahin müsst ihr euch gedulden.

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Ich nehme jetzt ab und werde fitter

Vorsätze, sind bekanntlich all die Sachen, die man sich zum Jahreswechsel vornimmt, am Neujahrstag hochmotiviert startet und am 2. Januar schon wieder alles vergessen hat.

So ist es zumindest immer mir ergangen. Deswegen verzichte ich mittlerweile auf irgendwelche Vorsätze, denn wenn ich das Gefühl habe, etwas ändern zu wollen oder sogar zu müssen, dann brauche ich dafür keinen Jahreswechsel.

Deswegen habe ich auch mitten im Dezember, zwischen Plätzchen, Punsch und Glühwein beschlossen, abzunehmen und fitter zu werden. Ich wollte euch das sogar schon erzählen, hielt den Dezember und das bevorstehende Weihnachtsfest, aber für einen äußerst ungünstigen Zeitpunkt um über gesunde Ernährung zu reden. Gesunde Ernährung ist bei mir nämlich Fehlanzeige. Das war ehrlich gesagt nicht immer so, aber durch meinen Job bin ich sehr viel unterwegs, was irgendwie zu einem starken Fast Food Verhalten meinerseits geführt hat, ganz zu schweigen von der steigenden Zahl auf der Waage und dem immer weiter geschnallten Hosengürtel.

Im Dezember gab es viele Tage an denen ich mich total platt und ausgelaugt gefühlt habe, schlechte Haut bekam, blass war und mich zu energielos zum Reiten fühlte. Das Schlüsselerlebnis fand eines Morgens im Bad statt, wo ich mich vor mir selbst erschrak und es war klar, es muss sich etwas ändern. Ich will gar nicht detailliert auflisten wie meine Ernährung bis dahin aussah, aber Gemüse und Obst waren Mangelware auf meinem Speiseplan, während sich Buger, Pizza, Schokoriegel und Cola steigender Beliebtheit erfreuten. Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie ein großer Obst und Gemüse Esser war. Bananen müssen bei mir noch halb grün sein, sonst esse ich sie nicht, Äpfel sind mir häufig zu mehlig, Birnen finde ich einfach nur komisch und alles andere wie Ananas, Melonen oder Orangen muss man ja aufschneiden, was mir schon wieder zu kompliziert ist. Mit Gemüse sieht es leider ähnlich aus. Sehr vieles mag ich roh einfach nicht.

Mittlerweile habe ich für mich einen tollen Mittelweg gefunden, denn ein Smoothie Shaker ist bei uns eingezogen. Dieser ist täglich in Benutzung und seit dem ist nicht nur meine Haut besser geworden, sondern ich fühle mich auch wieder energiegeladener. Neben einer gesunden Ernährung, keine Sorge, ich trinke nicht den ganzen Tag Smoothies, spielt natürlich auch Sport eine wichtige Rolle. Bei diesem Punkt muss ich aber zugeben, dass ich am Ende meiner zeitlichen Kapazität bin und eine weitere Sportart neben dem Reiten, absolut nicht realisierbar ist. Aber ich bin gerade dabei, ein neues Projekt zu planen, welches trotzdem mit Sport zu tun hat. Sobald alles steht, was voraussichtlich Mitte des Jahres der Fall sein wird, werde ich euch natürlich alles erzählen.

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Egal welche Pläne, Ziele oder Wünsche ihr für das neue Jahr habt, ich kann euch nur empfehlen, setzt euch nicht zu sehr unter Druck und vergesst nie die schönen Momente des Lebens zu genießen!


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