Kotwasser ist bei vielen Pferden ein Problem, welches die Besitzer fast verzweifeln lässt. Immer wieder werden neue Mittel ausprobiert, ein paar Tage scheint es besser zu werden, dann kommt wieder der Rückschlag und das Kotwasser ist wieder da. Beim täglichen Besuch im Stall gilt der erste bange Blick in der Regel dem Hinterteil des Pferdes. Die braunen und oft noch feuchten Streifen an Po und Hinterbeinen verraten, wie schlimm das Pferd wieder vom Kotwasser geplagt wurde. Die Äppel dieser Pferde können trotzdem normal sein, doch vor und / oder nach dem Kotabsatz läuft braunes Wasser aus dem After. Teilweise haben die Pferdeäppel auch eine breiige Konsistenz. Manchmal hebt das Pferd einfach nur den Schweif und statt Luft abzulassen, spritz das Kotwasser im hohen Bogen heraus. Für alle Beteiligten ist dies eine sehr unangenehme Sache, das Pferd hat ständig nasse, verklebte Hinterbeine und einen verdreckten Schweif, die Boxenwände sind vom Kotwasser voll gespritzt und der Pferdebesitzer ist täglich mit waschen beschäftigt.

Kotwasser hat viele Ursachen

Tritt bei einem Pferd Kotwasser auf, ist dieses ein Symptom für ein körperliches oder auch ein psychisches Problem. Es heißt nun alles kritisch zu durchleuchten, Haltungsbedingungen, Fütterung, Training, allgemeiner Gesundheitszustand des Pferdes.

Hat das Pferd z.B. Stress, weil es nicht in der Herde integriert ist oder vielleicht durch das Training überfordert ist, schlägt ihm dieser auf den Magen. Nicht umsonst leiden erschreckend viele Pferde an Magengeschwüren. Ist die Verdauung im Magen bereits gestört, kann sie im Darm nicht geregelt ablaufen. In einer anderen oder kleineren Herde fühlt sich das Pferd vielleicht wohler. Auf keinen Fall sollte es viel in der Box stehen, denn diese „Einzelhaft“ ist für das Herdentier Pferd auch Stress. Beim Training muss man seinen eigenen Ehrgeiz vielleicht etwas zügeln und ein paar Schritte zurückgehen, statt das Pferd immer wieder mit neuen Sachen zu konfrontieren. Die Konzentrationsfähigkeit eines Pferdes ist begrenzt und beläuft sich auf ca. 20 Minuten. Macht ein Pferd also nicht das, was der Reiter möchte, hat dieses nichts mit Sturheit zu tun. Meistens sind die Pferde dann überfordert und verstehen einfach nicht was man von ihnen verlangt.

Schlechtes Futter belastet die Leber

Ein weiterer Punkt ist die Qualität des Futters, ist es eventuell übermäßig durch Schimmelpilze (Mykotoxine) belastet? Wird auf den Wiesen, von denen das Heu kommt, mit Herbiziden oder Kunstdünger gearbeitet? Hierdurch würden die Entgiftungsorgane des Pferdes stark belastet werden. Ist die Leber überlastet, kann dies zu Kotwasser oder Durchfall führen, denn die Leber produziert wichtige Enzyme für die Verdauung. Oder wird vielleicht Heulage oder Silage gefüttert? Diese begünstigt Kotwasser, denn das vergorene Futter verschiebt den ph-Wert in den sauren Bereich, was wiederum die Darmflora schädigt.

Viele Pferde sind auch übersäuert, weil sie zu viel kohlenhydratreiches Futter, also Kraftfutter, bekommen. Dieses führt im Darm zu ungewollten Gärungen, vor allem wenn das Kraftfutter auf nüchternen Magen gefüttert wird. Man sollte sich also genau überlegen, ob das Pferd wirklich Kraftfutter braucht, wenn ja, dann darf das Kraftfutter erst gefüttert werden, wenn das Pferd schon ausgiebig Heu gefressen hat. Die meisten Pferde sind jedoch mit qualitativ hochwertigem Heu gut abgedeckt, selbst wenn sie mäßig gearbeitet werden. Erst aber einer Arbeitsleistung von mehr als 5 Stunden intensivem Training pro Woche braucht das Pferd zusätzliche Energie.

Die Darmflora kann auch gestört sein, wenn beim Pferd ein starker Parasitenbefall vorliegt oder wenn es krankheitsbedingt Antibiotika bekommen hat. Durch eine Kotanalyse kann der Tierarzt den Parasitenbefall diagnostizieren. Es folgt eine gezielte Entwurmung die, je nach Schwere des Befalls, evtl. in einem kurzen Abstand wiederholt werden muss. Im Anschluss sollte die Darmflora des Pferdes, nach einer Wurmkur genauso wie nach einer Antibiotikagabe, durch die Verabreichung von speziellen Zusatzfuttermitteln wieder aufgebaut werden.

Da die Verdauung bereits im Maul beginnt und es für den weiteren Verdauungsprozess wichtig ist, dass das Futter gut zermahlen und eingespeichelt wird, ist eine regelmäßige Zahnkontrolle unerlässlich. Einmal im Jahr müssen die scharfen Kanten entfernt und der Biss kontrolliert werden. Gerade bei älteren Pferden kann es gegebenenfalls notwendig sein, die Schneidezähne etwas zu kürzen, damit die Backenzähne wieder Kontakt haben und das Futter gut zerkleinern können.

Den Pferdeorganismus entgiften, Gleichgewicht wieder herstellen

Bei vielen Pferden ist Kotwasser wie gesagt ein langwieriges Problem. Selbst wenn alle äußeren Umstände, wie Haltung, Fütterung und Training, für das Pferd optimiert wurden, braucht der Pferdeköper einige Zeit, bis er wieder ins Gleichgewicht gefunden hat. Häufig bedarf es auch einer Unterstützung der Entgiftungsorgane die z.B. durch kontaminiertes Futter lange überlastet wurden. Eine Entgiftungskur hilft Schadstoffe, Toxine und Schwermetalle aus dem Körper auszuleiten. Die Entgiftungs- und die Ausscheidungsorgane des Pferdes werden so entlastet und können sich regenerieren. Nun können sie ihre eigentlichen Aufgaben wieder erfüllen und für eine optimale Nährstoffversorgung des Pferdekörpers sorgen.

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