Pferde als Co-Trainer einzusetzen, um ein aufrichtiges und ehrliches Feedback zu bekommen, ist das Ziel der pferdegestützten Coachings von 3FACH ANDERS. Pferde sind, im Vergleich zu vielen Menschen, aufrichtig, ehrlich und manchmal gnadenlos. Ich war bei einem pferdegestützten Coaching von 3FACH ANDERS dabei und bin nicht nur beeindruckt, sondern gänzlich überzeugt. Ein Tag, an dem ich unglaublich viel gelernt habe, über mich selbst, über meine Mitmenschen, über mein eigenes Handeln und nicht zu Letzt über Pferde. An nur einem Tag habe ich viele neue Erfahrungen gemacht, die mir keiner nehmen kann, und das obwohl ich tagtäglich mit meinem eigenen Pferd arbeite. Sich auf andere Pferde einzulassen und zu sehen, wie diese auf das eigene Handeln reagieren, ist nochmal etwas ganz anderes.

1. Wir überwinden Ängste

Pferde sind in erster Linie riesengroß und wirken dadurch auf viele Menschen, insbesondere diejenigen, die nicht reiten oder anderweitig mit Pferden zu tun haben, angsteinflößend. Darüber hinaus gibt es sogar Reiter, die aus den verschiedensten Gründen ängstlich sind, nicht nur im Sattel, sondern auch vom Boden aus.

Bei einem pferdegestütztem Coaching wurden wir mit viel Ruhe und gegebenenfalls unter Anleitung an die Pferde herangeführt. Nur so kann Vertrauen zwischen Mensch und Pferd aufgebaut werden und anfängliche Ängste vor dem großen, fremden Tier werden schnell überwunden. Im Laufe des Tages nehmen die Ängste und Zweifel immer mehr ab.

2. Wir werden selbstbewusster

Jeder Teilnehmer wird im Umgang mit dem Pferd selbstbewusster, traut sich immer mehr und wächst wahrlich über sich hinaus. Die anfänglichen Ängste sind völlig vergessen. Am Ende des Tages verließ jeder von uns das Seminar mit einem Gefühl der Stärke. Durch die Pferde, mit denen wir den ganzen gearbeitet haben, wächst das Gefühl, alles schaffen zu können. Immerhin waren wir in der Lage ein riesengroßes Pferd erfolgreich durch einen Geschicklichkeitsparcour zu führen. Und obendrein rückwärts in eine Gasse einzuparken, was im Übrigen unvergleichbar mit dem Einparken eines Autos ist. Wenn ich das schaffe, schaffe ich alles andere auch!

3. Wir wachsen über uns hinaus

Hätte man uns am Morgen des Seminars erzählt, dass wir am Nachmittag das Pferd selbstständig durch den Geschicklichkeitsparcour, bestehend aus Slalom, Hürden, Stangen und anderen Hindernissen, führen, hätten einige von uns direkt den Rücktritt angetreten. Das kann ich nicht, das schaffe ich nicht, das traue ich mich nicht, wäre die Reaktion gewesen. Im Laufe des Vormittags wurde auf eine ganze ruhige Art und Weise, die Verbindung zwischen Mensch und Pferd hergestellt. Die meisten von uns merkten schnell, wie offen Pferde reagieren, wenn man ihnen freundlich gegenübertritt. Die anfängliche Scheu war vergessen, das Selbstbewusstsein wuchs und am Ende schafften wir es alle, das Pferd erfolgreich über die Hindernisse zu führen.

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4. Wir bekommen direktes und ehrliches Feedback

Wir Menschen sind alle unterschiedlich und handeln dementsprechend auch anders. Dieses Handeln wiederum, wird von unseren Mitmenschen auf unterschiedliche Art und Weise wahrgenommen, je nachdem, wer dort steht. Der eine ist vielleicht unglaublich selbstbewusst und steckt alles weg, der nächste ist sehr sensibel und nimmt sich einzelne Aspekte sehr zu Herzen.

In vielen Unternehmen wird heutzutage sehr viel Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt. Die meisten Mitarbeiter, werden, aus Angst ihren Job zu verlieren, dem Druck folgen, mehr arbeiten und Überstunden machen. Diese Mitarbeiter werden nur in seltenen Fällen ein direktes Gespräch mit dem Chef suchen. Genauso, geben nur die wenigsten Chefs, Feedback an ihre Mitarbeiter. Ein einfaches Lob oder ein „Danke“, kommt uns leider viel zu selten über die Lippen.

Dieses Feedback, auf das viele Menschen in einem Unternehmen vergeblich warten, gibt ein Pferd in den ersten Sekunden der Begegnung. Ein Pferd lässt uns spüren, ob wir willkommen sind oder nicht. Ob wir zu viel Druck ausüben oder nicht. Ob wir freundlich und aufgeschlossen sind oder nicht. Und nicht nur das! Nach jeder Übung bekamen wir weiteres Feedback durch die Trainer und die anderen Teilnehmer.

5. Unser Handeln wird reflektiert

Egal was ich sage und egal wie ich handel, meine Worte bzw. Taten werden immer Konsequenzen haben. Diese können positiv, aber auch negativ sein und werden von unterschiedlichen Menschen immer anders wahrgenommen werden. Wenn ich sehr viel Druck auf ein Pferd ausübe, immer nur Sachen fordere, nie die Möglichkeit gebe mal die Pferdeseele baumeln zu lassen, dann wird sich das Pferd irgendwann von mir abwenden.

Diese Situation lässt sich auf den Job und zahlreiche Alltagssituationen übertragen. Wenn ich als Chef, permanenten Druck auf meine Mitarbeiter ausübe, keine anerkennenden Worte über die Lippen bringe, keine Zeit zum „Luft holen“ lasse, dann werden sich meine Mitarbeiter irgendwann nach einem neuen Job umsehen.

Ein weiteres Beispiel aus dem Alltag: Der Traum vieler Eltern ist es, dass ihre Kinder ein gutes Abitur machen. Ein Fehler vieler Eltern ist es, Druck aufzubauen, um dieses Ziel zu erreichen. Treffen mit Freunden werden untersagt, Hausaufgaben strengstens kontrolliert bis hin zu Fernseh- und Handyverbot, wenn die Noten in der Schule nicht stimmen. Der Druck wird irgendwann dazu führen, dass die Kinder „zu machen“, gar nicht mehr lernen und die Noten noch schlechter werden.

6. Wir lernen uns führen zu lassen

In einer Übung wurden mir die Augen verbunden. Ich sollte mich am Widerrist des Pferdes festhalten, während ein anderer Teilnehmer das Pferd führte. Das Ziel der Übung: sich führen zu lassen und zu vertrauen. Lisa, die das Pferd führte, an dem ich mich festhielt, kannte ich erst seit ein paar Stunden und ihr sollte ich nun Vertrauen. Im Gegensatz zu mir, hatte sie aber keine verbundenen Augen und sah den Weg.

Es gibt Menschen, wie mich, denen es unglaublich schwer fällt, Verantwortung abzugeben und das Vertrauen aufzubringen, dass die Aufgaben auch von den anderen zufriedenstellend erledigt werden können. Sich einfach mal führen lassen und seinen Mitmenschen zu vertrauen, es klingt so einfach und doch fällt es vielen so schwer. Die Pferde haben uns gezeigt wie einfach es geht.

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7. Wir lernen die Führung zu übernehmen

Gehen wir gedanklich einmal zurück in den Job. Es klingt so simpel, eine Führungsposition zu übernehmen und Mitarbeiter anzuleiten. Ein guter Teamleiter zu sein, wird uns aber nicht beigebracht. In den meisten Firmen ist es eher ein „Learning by doing“ auf Kosten der eigenen Mitarbeiter.

In dem pferdegestütztem Coaching lernten wir zunächst die Pferde kennen, schufen Vertrauen. Die darauffolgende Aufgabe lautet, die Pferde in Bewegung zu versetzten, also in den Trab oder Galopp. Bei den Teilnehmern ohne Pferdeerfahrung, zeigten sich hier einige Schwierigkeiten und es wollte nicht so recht klappen. Führung zu übernehmen heißt nicht, vorauszugehen, sondern präzise Ansagen zu machen. Freundlich, aber eindeutig und bestimmt.

So war es am Ende jedem von uns möglich, das große Pferd in den Trab oder Galopp zu versetzten. Diese Erfahrung nehmen wir mit, denn nicht nur im Job müssen Mitarbeiter angeleitet werden, auch zahlreiche Alltagssituationen erfordern klare Aussagen zwischen uns Menschen.

8. Wir lernen uns selbst neu kennen

Durch das Feedback, welches ich über den gesamten Tag bekam, habe ich mich auf eine ganz bestimmte Art und Weise neu kennengelernt. Meine Stärken und Schwächen wurden mir vor das Auge geführt. Nicht nur ich, sondern jeder von uns, bekam zahlreiche neue Denkanstöße für das eigene Handeln im Job und im Alltag. Dies sind am Ende die Erfahrungen und Ansätze, die wir mit nach Hause nehmen und dort in die Praxis umsetzen können.

Die pferdegestützten Coachings sind 3FACH ANDERS

Ein aufregender Tag in Winsen/Borstel liegt hinter mir. Ich hatte eine Begegnung mit Monty und Bella, zwei wundervollen Pferde. Ich hatte eine Begegnung mit vielen tollen Menschen, die mir Feedback gegeben haben. Und ich hatte zu guter Letzt, eine Begegnung mit mir selbst, mit meinem Verhalten gegenüber den Pferden und anderen Menschen. Es war einfach 3FACH ANDERS.

In Winsen war natürlich meine Kamera mit dabei und ich habe einige Impressionen von diesem unvergesslichen Tag festgehalten. In einem zweiten Video, welches schon fast einer Dokumentation gleicht, berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen und die einzelnen Übungen, die wir alle, egal ob Reiter oder Nicht-Reiter, erfolgreich bewältigt haben.


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