Nach dem RA5, folgt RA4

Das Reitabzeichen 4, oder kurz RA4, öffnet für mich die Tür in die Leistungsklasse 5 und damit in die Klasse L. Die A Dressuren auf WBO Ebene liefen im vergangenen Jahr mehr als gut für uns und im Springen hat Keks sich unglaublich gut entwickelt. Die Zeiten der totalen Aussetzer, wo wir steigend vor Cavalettis standen, sind schon lange vorbei und im Januar legte ich mit Keks die Prüfung zum RA5 ab. Wir sind sowohl in der Dressur als auch im Springen als Team an den Start gegangen und haben es zusammen geschafft. Danach beantragte ich die Leistungsklasse 6 und durfte endlich auf LPO Turnieren starten (Hier erfahrt ihr den Unterschied zwischen WBO und LPO Turnieren). Der erste Schritt in die „richtige“ Turnierwelt war demnach getan. Aufgrund unserer bisherigen Erfolge in Dressurprüfungen der Klasse A, ist aber klar, dass es irgendwann Richtung L gehen wird und auch soll, wofür man das RA4 benötigt. Nach dem RA5 ist man von der FN automatisch für 3 Monate gesperrt, was auch sinnvoll ist, da man für die höheren Reitabzeichen schlicht und einfach mehr Vorbereitungszeit benötigt. Für mich bedeutete dies, dass ich das RA4 frühestens im Mai absolvieren konnte. Gesagt, getan.

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Nach dem bestandenen Reitabzeichen 5 (Januar 2016)

Ich mache das ganz normale RA4

Ursprünglich habe ich immer gesagt, ich mache das Reitabzeichen 5 vollwertig mit Dressur und Springen und das RA4 dann disziplinspezifisch Dressur, da ich mit Keks ziemlich sicher kein L Springen reiten werde – seinen und vor allem meinen Nerven zuliebe. Grundsätzlich ist es aber so, dass man sich mit dem Erwerb des RA4 den Weg in die Leistungsklasse 5 öffnet, eine Leistungsklasse in die man noch nicht über Erfolge kommt. Sprich, es ist nicht möglich von LK6 nach LK5 bzw. der Klasse A nach L über Erfolge aufzusteigen.

Erst mit dem RA4 und der LK5 ist eine Höherstufung über Erfolge möglich. Auch wenn ich zur Zeit sage, dass ich nie ein L Springen reiten werde, so will ich mir den Weg doch nicht verbauen, zumal ich mit Keks mittlerweile ein Pferd habe, welches durchaus in der Lage ist ein A Springen zu gehen, was er auch schon auf dem Turnier gezeigt hat. So habe ich mich bereits unmittelbar nach dem RA5 für das vollwertige RA4 mit einer A Dressur und einem A Springen entschieden, und bin mir sicher, dass wir es schaffen.

Anreise und Wiedersehensfreude

Mein Reitabzeichenkurs auf der Aktiv Reitanlage in Mainburg begann am Samstagmorgen um 7 Uhr mit Therorieunterricht. Da ich aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit hatte bereits am Freitag anzureisen, stießen Keks und ich erst am Samstagvormittag dazu. Besonders groß war natürlich die Freude Denise und Miri, die ich schon vom RA5 kannte, wiederzusehen. Insgesamt fieberte ich diesem Lehrgang seit Wochen entgegen. Ich freute mich einfach unglaublich auf eine Woche „Ponyhof“, mit den Mädels und Keks.

Nachdem wir angekommen sind, bezog Keks seine Box, mit der ich zugegebenermaßen zunächst nicht so glücklich war. Sie war an den Seiten offen und ich hatte die Befürchtung, dass Keks sich nachts so sehr an den Nachbarpferden erfreuen und nicht zur Ruhe kommen würde, folglich am nächsten Tag lustlos und müde war. Nach der ersten Nacht war aber bereits klar, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren.

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Die erste Dressurstunde

Am Nachmittag hatte ich meine erste Dressurstunde. Für die Teilnehmer mit Schulpferden war diese Stunde eher dazu gedacht sich an das Pferd zu gewöhnen. Keks und ich ritten locker unsere Runden und ich ließ meinen Sitz korrigieren. Seit neustem ist mein Bein zu weit hinten! Das Problem trat zu Hause schon auf und ich habe keine Ahnung, wo ich diese Angewohnheit auf einmal her habe. Das nächste Problem ist das Mitschwingen. Rhythmisch soll es sein, mit der Bewegung des Pferdes, ein gleichmäßiges An- und Abspannen der unteren Bauch- und Rückenmuskulatur. Die Theorie ist klar. In der Praxis sieht es leider anders aus. Sobald sich Keks auch nur minimal im Rücken festmacht, ist es komplett vorbei mit dem Sitzen und rhythmischen Mitschwingen. Ich holpere dann nur noch herum und mein Bein macht was es will. Ebenso war es auch in dieser Dressurstunde. Keks hatte zwar eine aktive Hinterhand, was ja leider auch nicht immer der Fall ist, hat sich an das Gebiss gedehnt, aber im Rücken war er nicht ganz locker. Die Trainerin gab sich die allergrößte Mühe meine Fehler zu berichtigen und ich dachte mir mehr als einmal, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin. Aber wie heißt es so schön? Wenn Reiten einfach wäre, würde es Fußball heißen.

Unser Weg zum Reitabzeichen 4:

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5

Tag 6

Prüfung


Reitabzeichen in Bayern


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