Generalprobe in der Dressur

So schnell vergeht die Zeit und am heutigen Tage stand bereits die Generalprobe in der Dressur an. Beim Abreiten wiederholte ich die lockernden Übungen von gestern und diesmal ging es deutlich schneller, so dass Keks schon nach kurzer Zeit an das Gebiss herantrat, den Hals fallen ließ und vor allem über den Rücken lief. Ich hatte ihn an meinen Hilfen und Übungen wie der einfach Galoppwechsel, Rückwärtsrichten und das Tritte verlängern konnte ich deutlich besser zeigen, als in den Tagen zuvor.

Ich hatte mein Dressurpferd zurück, welches sich präsentiert und mit gewisser Ausdrucksstärke die einzelnen Lektionen zeigt. Ich kann gar nicht genau sagen, was die ersten Tage los war und warum es nicht so geklappt hat, aber mit der jetzigen Entwicklung bin ich mehr als zufrieden. Die Generalprobe verlief dann zwar nicht perfekt, aber durchaus akzeptabel. Beim Überstreichen und Zügel wieder aufnehmen nach der Lektion Zügel aus der Hand kauen lassen, hebt Keks sich immer etwas heraus und man merkt das die Losgelassenheit noch nicht in vollem Maße gegeben ist. Das lässt sich aber nicht innerhalb einer Woche lösen und an diesen Punkten werde ich zu Hause mit meiner Trainerin weiterarbeiten.

Unmittelbar nach der Dressur, hatten wir nicht viel Zeit und die letzte Springstunde vor der Generalprobe stand an. Trotz des doppelten Pensums, was Keks in dieser Woche brachte, war er beim Springen erneut konzentriert bei der Sache. Nach zwei gelungenen Runden im Parcour, an denen es nichts Gravierendes auszusetzen gab, verabschiedete ich mich aus der Springstunde und gönnte Keks eine Pause.

Überraschungsbesuch von Björn und Mailo

Während ich nach dem Springen und der Dressur, noch überlegte einen Mittagsschlaf zu mache – ja, die viele frische Luft macht müde – kam auf einmal Björn mit Mailo um die Ecke. Ich traute meinen Augen kaum und musste auch wirklich zweimal hinschauen. Was für eine tolle Überraschung! Bei blauem Himmel und Sonnenschein verbrachten wir die Mittagspause zusammen und ich erzählte und erzählte und erzählte.

Einen Mann an seiner Seite zu haben, der dieses Hobby, was weitaus mehr als ein normales Hobby ist, ist nicht selbstverständlich. Obendrein noch einen Reitsportblog zu haben inklusive verschiedener sozialer Netzwerke, auf denen Björn immer mal wieder erwähnt wird, ist zweifelsohne noch schwieriger zu ertragen. Ich bin überglücklich, dass Björn mich so sehr unterstützt, an Turniertagen zu unsäglichen Zeiten mit im Stall steht, einspringt, wenn ich Hilfe brauche und Keks und mich sogar bei unserem Lehrgang besuchen kommt. Es war richtig schön die beiden wieder zu sehen!

Kleines Fotoshooting auf der Geländestrecke

Am Nachmittag stand noch etwas ganz besonderes an. Lara, die schon unseren Weg beim RA5 verfolgt hat, kam uns besuchen. Da sie sehr gerne fotografiert, war natürlich die Kamera mit dabei. Wir machten Keks fertig und gingen erneut auf die Geländestrecke. Zuviel war heute natürlich nicht mehr drin, da Keks am Vormittag schon Dressur und Springen gegangen war, aber ein paar Fotos sollte es geben. Keks hatte dann regelrechten Spaß im Gelände und es wirkte fast als müsse er noch überschüssige Energie loswerden. Ich galoppierte auf der Ebene mit Blick auf Mainburg, sprang über die Baumstämme und Lara knippste ein Foto nach dem anderen.

Danach brachten wir Keks zurück in seine Box, wo ich ihn später sogar noch beim Mittagsschlaf ertappte. Die ganzen Tage hatte ich mich schon gefragt, ob er sich wohl in seiner Box hinlegt oder nicht, nun wusste ich, dass er es tat. Lara und ich saßen dann noch lange vor dem Stall und quatschten über alles Mögliche. Ich finde es immer total schön, wenn ich die Möglichkeit habe, die Menschen, die meinen Blog lesen und meinen sozialen Netzwerken folgen, persönlich kennenzulernen!

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© Lara Meiburg Photographie

Mit Batida lernt es sich besser

Wie sagte eine Teilnehmerin am vorletzten Abend? „Zum Glück ist übermorgen die Prüfung. Ich werde hier sonst noch zum Alkoholiker.“ Reiter sind schon etwas besonderes und diverse Sprüche, die ich hier jetzt lieber nicht preisgebe, belegen das. An diesem Abend sind wir in den Geschmack von Batida Kirsch gekommen, eine Mixtur, die ich das letzte Mal auf der Abschlussfahrt der 10. Klasse getrunken habe. Mit dem Gläschen in der Hand und dem Lehrbuch bewaffnet, war dies tatsächlich der erste Abend, an dem wir wirklich mal halbwegs produktiv Theorie gelernt haben. Batida hat also eindeutig positive Auswirkungen auf den Lernerfolg!

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Unser Weg zum Reitabzeichen 4:

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Prüfung


Reitabzeichen in Bayern


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