Generalprobe Springen

Wahnsinn wie schnell eine Woche vorbeigeht! Heute stand die Generalprobe im Springen an. Ich kann mich noch sehr gut an mein RA5 erinnern, wo ich vor der Generalprobe und auch vor der Prüfung total aufgeregt war. Dieses Mal war ich um Längen entspannter, was hauptsächlich daran lag, dass ich mittlerweile sehr gut weiß, was wir können, an welchen Stellen wir Probleme haben und wo unsere Grenzen liegen. Noch dazu kommt mein bereits erfolgtes A Springen auf dem Osterturnier in Au und wenn man ganz ehrlich ist war der Parcour dort zwar sehr freundlich gebaut, aber unvergleichbar mit dem, was mich bei der Prüfung zum RA4 erwarten würde. Die Höhe war zwar gegeben, aber die Oxer beispielsweise waren sehr eng gestellt. Einige würden sicher lächeln und das ganze als Steilsprung abwerten. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass dies bei Reitabzeichen Prüfungen fast normal ist, was aus meiner Sicht auch sinnvoll ist, immerhin wird hier nur die Grundlage gelegt um in den Turniersport einzusteigen. Die Erfolge, Schleifen und Platzierungen gibt es dann auf den Turnierplätzen.

Ein Mangel an Durchlässigkeit

Mit der Generalprobe war ich schlussendlich genauso zufrieden wie schon die Tage zuvor mit jeder Springstunde. Natürlich gibt es an der ein oder anderen Stelle Verbesserungsbedarf, aber das sind Sachen, die wir zu Hause angehen müssen. Dazu gehört beispielsweise immer noch das richtige Landen. Manchmal klappt es und ich denke mir, jetzt habe ich sprichwörtlich „den Dreh raus“ und beim nächsten Mal funktioniert es wieder gar nicht. In dem Parcour für das Reitabzeichen muss nach der Distanz in den Trab durchpariert und der nächste Sprung aus dem Trab genommen werden. Das klingt im Grunde genommen nicht kompliziert, ist es aber. Zumindest für uns.

Erst einmal habe ich nach der vorangegangen Distanz Probleme mit meinen Hilfen zum Trab durchzukommen und Keks hoppelt in fast versammeltem Galopp vorwärts bevor er in den Trab fällt. Mir ist schon bewusst, dass es sich hierbei um ein reines Durchlässigkeitsproblem handelt, aber das sind Sachen die wir bisher zu Hause kaum üben. Wenn wir einen ganzen Parcour springen, dann springen wir diesen komplett durch, im Galopp. Außerdem haben wir, nachdem Keks ohnehin eher zögerlich ist, auch sehr viel daran gearbeitet ihn in einem kontinuierlichen Tempo zu halten und auf Galopp-Trab Übergänge eben aus genau diesem Grund weitestgehend verzichtet. Hinzu kommt auch noch, dass ich nicht so gerne aus dem Trab springe. Ich finde es viel schwieriger den richtigen Absprungpunkt zu finden. Natürlich springe ich auch zu Hause zu Beginn jeder Springstunde ein paar Kreuze aus dem Trab, aber eben nur am Anfang. Das ist grundsätzlich ein ganz wichtiger Punkt an dem ich in Zukunft weiter arbeiten will, denn auch im Parcour brauche ich ein durchlässiges Pferd, welches an den Hilfen steht. Das bedeutet, ich werde zukünftig auch im Springtraining vermehrt Übergänge und Trabsprünge einbauen.

Großputz

Der Nachmittag stand unter dem Putzstern und ich muss gestehen, vor allem meine Trense hatte es bitter nötig. In der Stallgasse herrschte den ganzen Nachmittag ein reges Treiben, das Sattelzeug wurde gefettet, die Pferde geputzt und eingeflochten. Dabei war es ganz unterschiedlich, wer wie viel zu tun hatte. Einige Pferde liefen in den Prüfungen unter zwei verschiedenen Reitern, so dass man sich die Aufgaben teilen konnte. Ich hatte meinen Keks für beides, 2 Sättel und eine Trense, und dennoch war ich den ganzen Nachmittag beschäftigt. Zugegebenermaßen leide ich aber auch ein kleines bisschen an Perfektionismus, zumindest was meine Ausrüstung betrifft. Ein Ritt läuft selten perfekt ab, aber für eine saubere Ausrüstung kann ich vorab sorgen.

Keks durfte am Abend noch unter das Solarium, bekam eine kleine Massage und eine Extraportion Futter. Der große Tag konnte kommen!

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Unser Weg zum Reitabzeichen 4:

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Prüfung


Reitabzeichen in Bayern


 

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