Träume hat jeder Mensch in seinem Leben. Einige werden irgendwann wahr und andere nicht. Ich träume zum Beispiel von einem kleinen Häuschen irgendwo im Grünen, was hoffentlich einmal wahr wird. Ich träume auch von einem Haflinger als zweites Pferd zu Keks, aber dies wird ein Traum bleiben, da für mich persönlich die Haltung von zwei Pferden, hauptsächlich aus zeitlichen Gründen, nicht in Frage kommt.

Meine Träumereien führen nach Kanada

Oft habe ich aber auch kleine Träumereien, die mich einfach glücklich machen. Träumereien, die mich in meine Zeit in Kanada zurück tragen. Ohne Sattel galoppiere ich über die Felder, frei und fernab von jeder Alltagshektik. Es weht ein leichter Wind und ich spüre die rhythmischen Bewegungen meines Pferdes unter mir. Ich spüre wie sich die Muskeln an- und wieder abspannen und ich selber atme die Luft der Freiheit. Zurück im Stall arbeite ich noch mit den jüngeren Pferden im Round Pen, reite noch ein, zwei von meinen anderen Pferden, füttere meine Tiere und erledige noch einige angefallene andere Arbeiten, wie beispielsweise Zäune flicken. Am Abend sitze ich erschöpft von der harten Arbeit, aber glücklich und zufrieden auf der Terrasse meiner Ranch und sehe meinen Pferden beim grasen zu. Unter meinem Stuhl liegt mein Cowboy Hut.

Ist das die Freiheit, die sich so viele Menschen wünschen? Ist das, dass Glück nach dem sich so viele sehnen?

Keks7

Warum es Träumereien bleiben

In Kanada hatte ich die Möglichkeit dieses Leben kennenzulernen und ich kann bestätigen, dass diese Welt, eine ganz andere ist. Bei vielen von uns stehen Stress, Hektik, Termin- und Zeitdruck im Vordergrund. Vieles ist zum „Muss“ geworden. Selten ein „ich möchte“. Jeder sollte nur ein „Muss“ in seinem Leben haben: Ich muss lieben, was ich tue! Dies ist aber genau das, was uns so schwer fällt. Heutzutage sagt kaum noch einer, dass er seinen Job liebt. Auch ich habe Tage an dem ich meinen Job als anstrengend empfinde, aber er macht mir unglaublich viel Spaß, denn sonst hätte ich ihn nicht gewählt.

Die Träumereien von einer Ranch im fernen Kanada, werden immer Träumereien bleiben, die ich auch gar nicht wahr werden lassen möchte. Neben der Freiheit und dem Leben mit den Pferden, bringt eine Ranch sehr viel mehr mit sich mit. Das Reiten und die Arbeit mit den Pferden machen nur einen Bruchteil aus. Zahlreiche andere, körperlich anstrengende Arbeiten, stehen im Vordergrund. Das ganze Jahr über. Im Sommer bei 30 und im Winter bei -20 Grad. Was ist wenn die Ernte schlecht war? Was ist wenn Stürme oder Unwetter kommen? Wenn Stromleitungen oder die Heizung ausfallen? Wenn sich ein Pferd verletzt und man stundenlang auf einen Tierarzt warten muss? Und es dann evetuell zu spät ist? Ich könnte diese Liste ewig weiter führen.

Seid ihr glücklich mit eurem Leben so wie es ist? Habt ihr dennoch manchmal Fernweh? Dann möchte ich euch die kanadische Serie „Heartland – Paradies für Pferde“ nahelegen. Amy ist gerade einmal 15 Jahre alt, als sie ihre Mutter verliert. Auf einmal trägt Amy die Verantwortung für die Ranch und die Pferde…


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