Das Turnier fand bereits vor 4 Wochen auf der wunderschönen Reitanlage in Wolnzach statt. Es war mein zweites Turnier auf LPO Ebene und mein erstes nach dem Reitabzeichenlehrgang. Keks war auf dem Abreiteplatz recht unmotiviert und mir persönlich war es viel zu voll. Die A-Dressur fand zeitgleich mit der M-Dressur statt und alle Reiter tummelten sich auf einem Fleck, dem Abreiteplatz. Die M-Reiter hatten eigentlich alles ziemlich gut unter Kontrolle, während wir A Reiter, mich eingeschlossen, uns gegenseitig umritten.

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Ich atmete auf als es endlich Richtung Prüfungsplatz ging. Bekanntermaßen ist Keks kein großer Freund von wechselnden Böden, aber so richtig sah ich die Holzbrücke, die wir überqueren mussten um zum Prüfungsplatz zu kommen, nicht als Problem an. Meine Rechnung hatte ich allerdings ohne mein Pferd gemacht. Keks sah die Brücke, drückte die Vorderhufe vom Boden ab, wendete auf der Hinterhand und schlug den Weg zum Hängerplatz ein. Ich wollte erneut abwenden, er konterte mit Steigen. Ich wollte energischer abwenden, er stieg höher. So ein Depp, dachte ich bei mir und blickte mich nach Björn um, als mir dann aber schon Iris zur Hilfe eilte. Sie nahm Keks vorne, führte ihn zur Brücke, er wollte erneut umdrehen, ich gab ihm entsprechend Kontra und brav ging er über die Brücke.

Gerade noch rechtzeitig kamen wir im Dressurviereck an. Keks stand jetzt richtig unter Strom und präsentierte sich entsprechend. Geritten wurde die Aufgabe A5, die ich mittlerweile schon häufiger geritten bin. Gleich am Anfang reitet man eine Volte und als ich auf dem zweiten Bogen Richtung Hufschlag bin, kommt mir auf einmal das Pony, welches eigentlich hinter mir war in die Quere. Ich hatte gar keine andere Möglichkeit als mich hinter der Reiterin einzureihen, entschied aber recht schnell, dass ich auf gar keinen Fall an zweiter Stelle bleiben konnte, da ich spätestens im Galopp dem Pony am Popo kleben würde. Ich überholte die Reiterin, wendete deutlich zu früh auf die Mittellinie ab und war so wieder an erster Stelle. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, ob man das überhaupt darf, was ich alternativ hätte machen sollen und wie man sich in so einer Situation verhält. So falsch kann mein Handeln aber nicht gewesen sein, da wir am Ende mit 7,4 auf dem 2. Platz landeten.

 

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