Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen. Der Silvestertag ist seit Jahren der Tag, an dem ich sentimental und nachdenklich werde. Ich blicke zurück und frage mich, wie war das Jahr eigentlich? Was waren die Highlights? Die schönen und unvergesslichen Momente? Und welche Ereignisse möchte ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen? Ich bin der Ansicht, dass man ein Jahr weder in „gut“ noch „schlecht“ einordnen kann. Jedes Jahr hat seine Höhen und Tiefen. Jedes Jahr werde ich lachen und weinen, Erfolge feiern und Niederlagen einstecken müssen.

Das Jahr 2016 aus meiner Sicht als Reiterin, war perfekt. Ich habe ein tolles Pferd an meiner Seite, mit dem ich so viele Erfolge wie noch nie zuvor feiern konnte. Das Jahr 2017 wird auf jeden Fall anders werden, wer weiß, vielleicht wird es sogar genauso perfekt? Das wohl größte Abenteuer von Keks und mir, wird die Ausbildung zum Trainer C werden und manchmal wünsche ich mir, dass schon August sei, weil ich es kaum erwarten kann. Für das kommende Jahr wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass mein kleiner Keks gesund und munter bleibt, wir viele gemeinsame Abenteuer erleben, zusammen lachen und weinen, uns gegenseitig den Halt geben, den wir brauchen und einfach glücklich sind.

Mein kleiner Pferdemann ist es auch, der mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn es außerhalb des Stalls mal nicht so läuft. Was auf den ersten Blick wie ein perfektes Jahr wirkt, war in Wirklichkeit ein schwieriges Jahr. Es gab einige Höhe-, aber auch viele Tiefpunkte, sei es beruflich oder privat, die mich zum verzweifeln brachten und mir die Tränen in die Augen trieben. Der für mich schlimmste Moment ist noch gar nicht so lange her. Ich bin das erste Mal in meinem Leben so richtig gescheitert. Lange Zeit habe ich für etwas gekämpft und am Ende verloren. Ich bin von Natur aus ein Kämpfer, aber hier musste ich mir eingestehen, dass ich diesen Kampf verloren und den Ring als Verlierer verlassen habe. Noch heute, gibt es Momente, in denen ich mich schlecht fühle. Ich habe versagt und zwar auf ganzer Linie. Die Wunde ist offen, aber sie wird irgendwann heilen und nur eine kleine Narbe hinterlassen, die mich zukünftig zwar daran erinnert, aber hoffentlich nicht mehr weh tut.

Ich bin der festen Überzeugung, dass alles im Leben seinen Sinn hat. Ich bin in diesem einen Punkt gescheitert – ja – aber das Leben geht weiter und es werden sich neue Türen öffnen, die sonst vielleicht zugeblieben wären. Das Jahr 2016 neigt sich nun dem Ende und ich gehe voller Hoffnung in das neue Jahr. Sicher wird es wieder einige Herausforderungen zu bewältigen geben, aber genauso wird es zahlreiche Momente geben, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, die das Leben lebenswert und unvergesslich machen.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in das neue Jahr!

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