Als mir die Tierärztin anhand von einem Blutbild vor einigen Jahren das erste Mal einen Selenmangel bei Keks diagnostizierte, war ich zunächst nicht sonderlich verwundert. Kann ja mal passieren, dachte ich mir. Als meine Tierärztin dann meinte, dass viele Pferde in Bayern mit Selenmangel zu kämpfen haben, wunderte mich das doch etwas, aber ich war immer noch der Ansicht, dass es eine einmalige Sache ist. Pustekuchen. Ein Jahr später hatte Keks erneut einen Selenmangel und ich fing an der Sache auf den Grund zu gehen.

Selen ist überlebenswichtig

Selen ist ein Spurenelement, welches auf natürlich Art in unseren Böden vorkommt. Hier wird es von Pflanzen aufgenommen, gebunden und gelangt so in die Nahrungskette von Mensch und Tier. Und hier liegt auch direkt der Hase begraben, denn unsere bayrischen Böden sind, im Vergleich zu anderen Bundesländern, selenarm. Leider war es mir trotz intensiver Suche nicht möglich Werte oder Statistiken über die Selenwerte im Boden der verschiedenen Bundesländer zu finden, deswegen muss ich diese Aussage jetzt einfach mal so hinnehmen.

Selen ist ein Spurenelement, welches lebensnotwendig für unsere Pferde ist, aber in zu hohen Mengen eine schädliche Wirkung hat. Deswegen sollte Selen niemals auf Verdacht gefüttert werden, sondern immer nur nach Absprache mit dem Tierarzt. Ich will hier gar nicht auf die genaue Wirkungsweise von Selen eingehen, ganz abgesehen davon, dass der genaue Mechanismus auch noch unklar ist, aber fest steht, dass Selen eine wichtige Rolle als Antioxidans im Energiestoffwechsel unserer Pferde spielt. Im weitesten Sinne und sehr vereinfacht kann man sagen, dass Antioxidantien, wie Selen, eine Schutzfunktion haben.

Selenmangel äußert sich häufig in Form von Müdigkeit, Trägheit oder Muskelkrämpfen. Da diese Symptome aber nicht zwangsläufig auf einen Selenmangel hinweisen, ist klar, warum Aufschluss nur ein Blutbild geben kann. Wie oben schon erwähnt, wirken hohe Mengen an Selen schädigend auf unsere Pferde, da es im Grunde genommen zu einer inneren Vergiftung kommt. Dies kann sogar bis zum Tod führen und ich denke, dass macht klar, warum Selen nie aus einem Verdacht heraus gefüttert werden sollte, sondern immer nur nach Absprache mit dem Tierarzt!

Lesetipp: Selenmangel – eine weit verbreitete Pferdekrankheit

IMG_5194

Jedes Pferd ist anders

Ich möchte an dieser Stelle keine ganz genauen Angaben zum Selenbedarf eines Pferdes machen, da dies, wie so oft, von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist. Ganz grob kann man sagen, dass Pferde 1-2 mg Selen pro Tag benötigen. Eine wesentliche Rolle spielt allerdings die Leistung des Pferdes, die Heuqualität, das Alter und Vorerkrankungen. Das sind Dinge, die nicht in einem Blogpost besprochen werden sollten, sondern vor Ort mit dem Tierarzt des Vertrauens.

Genau das habe ich natürlich auch gemacht, nachdem bei Keks vermehrt ein Selenmangel nachgewiesen wurde. Seit dem füttere ich, auch ohne Blutbild, im Frühjahr und Herbst das Kombipräparat Vitamin E + Selen von St. Hippolyt. Vitamin E zählt ebenfalls zu den Antioxidantien und hat in Kombination mit Selen eine positive Wirkung auf das Immunsystem und den Zellschutz. Jetzt stellt sich wahrscheinlich die Frage, warum ich das einfach so füttere? Ohne einen Befund? Ohne ein Blutbild? Die 1 kg Dose enthält insgesamt 9 mg Selen. Laut Fütterungsempfehlung werden 30 mg täglich unter das Kraftfutter gemischt. Das bedeutet, es werden gerade mal 0,27 mg Selen zugefüttert, was weit unter der toxischen Grenze liegt. Ich betrachte es als eine Art Kur, die Keks gut tut und mit meinem Tierarzt abgesprochen wurde. Ebenso habe ich mich ganz bewusst für St. Hippolyt entschieden, da das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen im molekularbiologischen, ernährungswissenschaftlichen und sportmedizinischen Bereich verfügt und ein großes Interesse hat, unsere Pferde bedarfsgerecht und ausgewogen zu füttern.

Lesetipp: Auch meine liebe Katharina greift auf ein St. Hippolyt Produkt zurück und ist begeistert!


Merken

Sharing is caring...
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+