Hier ist nun der letzte Teil zur Sitzschulung und dabei nehme ich mich selbst unter die Lupe. Ich habe zahlreiche Videoaufnahmen von mir, aber meiner Ansicht nach sind auch Fotos goldwert um Fehler aufzuzeigen. Ein Foto ist zwar immer nur eine Momentaufnahme, aber gerade auf diesen lassen sich Fehler sehr gut entdecken.

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Dieses Bild entstand im Mai 2014, bei unserem ersten Turnier. Gleich auf Anhieb fällt mein nach unten gerichteter Blick auf. Ein Problem, was nicht nur ich, sondern sehr viele Reiter haben. Der Blick sollte nach vorne gerichtet sein. Durch das “aufs Pferd schauen” geht der gestreckte Sitz verloren. Ein weiterer Fehler ist meine innere Hand. Ich komme hier ins Ziehen, wodurch sich Keks auch im Hals verwirft.

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Dieses Bild entstand im September 2014 zu Beginn des Abreitens. An dem Problem meiner Kopfhaltung habe ich den ganzen Sommer über gearbeitet und es gibt von diesem Turniertag tatsächlich kaum Bilder, auf denen ich nach unten gucke. Hier sieht man aber deutlich noch ein anderes Problem von mir, was ebenfalls den gestreckten Sitz zerstört. Das Hochziehen der Absätze, wodurch mein Oberkörper zu weit nach vorne kommt. Mir hilft es ungemein, wenn ich mir immer wieder sage, strecken, tief in den Sattel setzen. Dadurch habe ich es mittlerweile geschafft auch dieses Problem etwas besser in den Griff zu bekommen.

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Dieses Bild ist im März 2015 entstanden und ich bin mit meinem Sitz weitestgehend zufrieden. Der Absatz ist tief, das Bein lang, der Oberkörper gestreckt und aufrecht, der Blick nach vorne gerichtet. Ein kleiner Fehler sind die nicht ganz geschlossenen Zügelfäuste. Aber keiner ist perfekt und ich sowieso nicht.

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Zum Abschluss noch ein Bild vom Springen, wobei ich gleich nochmal dazu sagen möchte, dass ich erst seit 5 Monaten Unterricht nehme und wir noch ziemlich viele Baustellen haben, die nicht nur meinen Sitz betreffen. Das Bild ist im April 2015 entstanden: ich stehe auf, als ob ich einen S-Sprung reiten will, ich gebe die Hand nicht vor und der Knieschluss ist auch nicht vorhanden. Wobei ich aber auch dazu sagen muss, dass unsere Entwicklung, was das Springen betrifft sehr positiv verläuft. Während ich anfangs nicht flüssig vorwärts geritten bin, oft vor oder hinter der Bewegung war, und mich auch nicht richtig hingesetzt habe, insbesondere vor den Sprüngen, ist dies alles schon deutlich besser geworden.

Probleme, die den eigenen Sitz betreffen, sei es in der Dressur oder im Springen, lösen sich nicht von heute auf morgen, sondern es ist ein monatelanger, wenn nicht jahrelanger Prozess. Sehr wichtig ist es, regelmäßig Unterricht zu nehmen, da sich beim Reiten in Eigenregie schnell Fehler einschleichen.

Zum weiterlesen:

Teil 1: Sitzschulung

Teil 2: Sitzschulung


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