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Pferdedecken. Das sind: Abschwitzdecken, Outdoordecken, Weidedecken, Regendecken, Winterdecken, Thermodecken, Stalldecken, Unterdecken, Paddockdecken, Übergangsdecken, Nierendecken, Ausreitdecken, Reflektordecken, Fliegendecken, Ekzemerdecken, Führmaschinendecken, Keramikdecken – uff.

Als Pferdebesitzer fragst du dich wahrscheinlich, was das alles für Pferdedecken sind, wie sie sich unterscheiden und welche du für was brauchst. In diesem Artikel gebe ich dir einen Überblick über den Dschungel der Pferdedecken.

Outdoordecken sind für draußen

Outdoordecke ist eigentlich nichts anderes als der englische Begriff für Weidedecke. Die Weidedecke ist im Grunde ein Sammelbegriff für alle Decken, die dein Pferd auf der Weide tragen kann. Da heutzutage viele Pferde einen Paddock an der Box haben oder im Winter tagsüber auf einem Paddock stehen, taucht noch die Paddockdecke als weiterer Begriff auf. Letztendlich sind Outdoordecken, Weidedecken und Paddockdecken alles Synonyme für Pferdedecken, die dein Pferd draußen tragen kann.

Die meisten Pferdehalter entscheiden sich mittlerweile für eine Outdoordecke, da das Pferd diese dauerhaft tragen kann. Ein Umdecken, wenn das Pferd auf die Koppel geht, entfällt. Outdoordecken sind aus Hightech Materialien, die wir aus der Funktionskleidung von uns Menschen kennen, hergestellt. Sie sind wasserdicht und haben gleichzeitig eine hohe Atmungsaktivität. Das ist sehr wichtig, damit die Feuchtigkeit, die vom Pferd über die Haut abgegeben wird, nach außen dringen kann.

Outdoordecken schützen dein Pferd demnach vor Wind und Regen und somit auch vor Verspannungen, zum Beispiel am empfindlichen Pferderücken. Die Decken gibt es gefüttert oder ungefüttert. Bei gefütterten Decken sprechen wir von einer Füllung, die in Gramm angegeben wird. Dabei handelt es sich in der Regel um Thermoflies.

Rund um die Füllungen, die es von 0 – 450 Gramm gibt, tummeln sich noch ein paar weitere Begriffe. Am bekanntesten ist wohl die Regendecke. Eine Regendecke ist nichts anderes als eine ungefütterte 0 g oder gefütterte 50 – 100 g Outdoordecke. Es gibt auch Regendecken mit Abschwitzfunktion. Das hat einen großen Vorteil für dich, denn das Umdecken entfällt.

Lass uns mal bei den Füllungen bleiben und uns weiter durch den Dschungel der Pferdedecken hangeln. Decken, mit einer Füllung von 50 – 150 g, werden gerne als Übergangsdecken bezeichnet. Sie sind vergleichbar mit der Übergangsjacke, die wir im Herbst und Frühjahr tragen. Dann gibt es noch den Begriff der Thermodecke, womit alle Decken ab einer Füllung von 200 g angesprochen werden. Wie der Name schon sagt sind das Decken, die an kalten Wintertagen zum Einsatz kommen. Übergangs- und Thermodecken werden häufig ganz allgemein als Winterdecke bezeichnet.

Alle Decken, die ich dir in diesem Abschnitt genannte habe, fallen unter den Oberbegriff Outdoordecke. Neben den normalen Decken gibt es auch Varianten mit Highneck oder Halsteil. Ein Halsteil ist sinnvoll für Pferde, die empfindlich im Halsbereich sind. Die Highneck Variante ist eine Weiterentwicklung der letzten Jahre. Normale Decken enden am Widerrist und haben einen trichterförmigen Halsausschnitt. Es gibt Pferde für die diese Schnittform nicht ideal ist. Eine Highneck Variante ist länger geschnitten und bedeckt einen Teil des Pferdehalses. Ich vergleiche das ganz gerne mit dem Pullover und einem Rollkragenpullover bei uns Menschen.

Zum Weiterlesen: Die Übergangszeit: Eindecken, Umdecken, Ausdecken – Was ist jetzt wichtig?

Die Outdoordecke von RidersDeal

Meine Pferde tragen in diesem Jahr die Outdoordecken von RidersDeal*. Keks trägt eine 200 g Decke in navy und Möppi trägt an sehr regenreichen Tagen die 0 g Decke in burgandy. Die Outdoordecke von RidersDeal gibt es in diesen zwei Variationen: ungefüttert (0 g) und gefüttert (200 g). Sie sind wind- und wasserdicht, aber dennoch atmungsaktiv. Vom Schnitt her sind die Decken klassisch gehalten mit Brustverschlüssen, verstellbarer Kreuzbegurtung und Beinschnüren. Meine Pferde sind auf der Koppel sehr aktiv, das heißt, sie galoppieren durchaus mal herum und wälzen sich. Dabei ist mir sehr wichtig, dass Outdoordecken auf der einen Seite eine gute Bewegungsfreiheit haben und auf der anderen Seite nicht verrutschen oder scheuern.

Die RidersDeal Outdoordecke* gibt es in den Farben schwarz, navy, dark green und burgandy. Die ungefütterte 0 g Decke kostet 39,99 Euro und die 200 g Decke 49,99 Euro.

Unter- und Stalldecken für drinnen

Beides sind nicht wasserfeste Decken und somit nicht für die Weide oder den Paddock geeignet. Eine Unterdecke wird immer in Kombination mit einer ungefütterten Outdoordecke getragen. Die Outdoordecke muss dann aber entsprechende Ösen haben, um die Unterdecke zu verschnallen. Unterdecken gibt es in verschiedenen Wattierungen von 100 – 400 g. Die Idee dahinter ist, dass wir eine Outdoordecke für die Koppel haben und je nach Jahreszeit eine Unterdecke mit entsprechender Füllung einschnallen. Unterdecken gibt es mittlerweile aber nur noch selten, da für uns als Pferdebesitzer die Handhabung mit den Outdoordecken in verschiedenen Füllungen einfacher ist.

Stalldecken waren ursprünglich dafür gedacht, geschorene Pferde in Boxenhaltung warm zu halten. Diese Decken sind nicht wasserdicht und somit nicht für draußen geeignet. Da sich in den letzten Jahren sehr viel in punkto Pferdehaltung getan hat und kaum ein Pferd noch den ganzen Tag in der Box verbringt, gibt es derartige Decken kaum noch.

Die wohl bekanntesten Pferdedecken: Abschwitzdecken

Wenn dein Pferd während der Arbeit geschwitzt hat, dann solltest du anschließend eine Abschwitzdecke auflegen. Wenn das Fell verschwitzt und verklebt ist, dann kann das Pferd seine Haare nicht mehr aufstellen. Dadurch ist die wärmende Funktion des Fells stark eingeschränkt, was an kalten Tagen problematisch ist. Das bedeutet, es muss so schnell wie möglich trocken werden und das gelingt am besten mit einer Abschwitzdecke.

Die meisten Abschwitzdecken bestehen aus Fleece oder Dralon. Von der Faser her ist Fleece dünner und somit weniger strapazierfähig, Dralon hingegen fester und strapazierfähiger. Es gibt auch Abschwitzdecken aus Wolle. Wolle wärmt zwar deutlich besser als Fleece und Dralon und zieht auch die Feuchtigkeit aus dem Fell, allerdings dauert es sehr lange bis sie wieder trocken sind.

Letztendlich haben alle Decken die gleiche Funktion. Sie sollen den Schweiß aus dem Fell des Pferdes ziehen, damit es schneller trocknet. Gleichzeitig haben die Decken eine wärmende Funktion, was besonders im Winter wichtig ist. Die warme Muskulatur des verschwitzten Pferdes ist nicht nur vor Kälte geschützt, sondern auch vor Verspannungen.

Neben ihrer eigentlichen Abschwitzfunktion eignen sich die Decken außerdem zum Warmreiten. Das ist bei geschorenen Pferden sogar unumgänglich. Da Abschwitzdecken vor Zugluft schützen, können sie auch beim Transport von Pferden eingesetzt werden.

Neben den normalen Abschwitzdecken gibt es Abschwitzdecken mit Halsteil, für stark am Hals schwitzende Pferde und Regendecken mit Abschwitzfunktion, für beispielsweise Pferde in Offenstallhaltung.

Im Winter nutze ich zum Warm- und Trockenreiten eine Abschwitzdecke

Die etwas speziellen Pferdedecken: Führmaschinen- und Keramikdecken

Die Führmaschinendecke wurde für Pferde konzipiert, die in der Führmaschine bewegt werden. Die Decke ist so geschnitten, dass die Schulterpartie frei ist, und das Pferd hier nicht in seiner Bewegung eingeschränkt ist. Gleichzeitig wird der Rücken und die Beckenregion gewärmt.

Führmaschinendecken eigenen sich auch ideal für Spaziergänge, Bodenarbeit oder Schrittarbeit an der Longe.

Keramikdecken sind erst in den letzten Jahren in die Pferdewelt eingezogen. Die Decken bestehen aus einem besonderen Material, welches in der Lage ist Körperwärme aufzunehmen und wieder an den Körper abzugeben. Das regt die Durchblutung an und hat einen positiven Einfluss auf die Muskulatur.

Keramikdecken gibt es in unterschiedlichen Variationen, unter anderem als Abschwitzdecke oder Nierendecke. Je nach Decke können sie vor oder nach dem Training sowie im Stall eingesetzt werden.

Wenn du den Einsatz einer Keramikdecke in Betracht ziehst, dann informiere dich vorher genau über die Funktionsweise und richtige Anwendung der Decke. Hier würde das jetzt den Rahmen sprengen.

Ausreitdecken

Wie der Name schon sagt, sind Ausreitdecken zum Ausreiten gedacht. Vielleicht fragst du dich jetzt, wer überhaupt eine Decke zum Ausreiten braucht? Alle, die ihr Pferd geschoren haben und an kalten Tagen ausreiten wollen, sollten auf eine sogenannte Nierendecke zurückgreifen. Nierendecken haben ein Innenfutter aus Fleece und ein wind- und wasserdichtes Außenmaterial. Zusätzlich haben sie eine Aussparung für den Sattel.

Für dunkle Herbsttage sind Reflektordecken zum Ausreiten sehr empfehlenswert. Laut Straßenverkehrsordnung sind sie zwar nicht vorgeschrieben, bieten aber einen guten Schutz für uns Reiter im Straßenverkehr.

Nun verlassen wir mal den Herbst und Winter und gehen in den Sommer. Für Pferde mit Sommerekzem oder Pferde, die im allgemeinen empfindlich auf Mücken und andere Plagegeister reagieren, ist eine Fliegen-Ausreitdecke sinnvoll. Diese Decken sind engmaschig um Insekten fernzuhalten und haben einen Ausschnitt für den Sattel.

Keks trägt hier eine Nierendecke

Fliegen- und Ekzemerdecken

Wir bleiben jetzt im Sommer und widmen uns den Fliegen- und Ekzemerdecken. Beide Decken gehören im Grunde genommen auch zu den Outdoordecken, da sie auf der Weide getragen werden. Fliegendecken gibt es mit oder ohne Halsteil und sie bestehen aus engmaschigem Material. Das Pferd ist so vor Fliegen, Bremsen und anderen Insekten geschützt. Empfindliche Pferde finden durch eine Fliegendecke mehr Ruhe und Entspannung auf der Koppel.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass eine Fliegendecke für einige Pferde durchaus sinnvoll ist. Meinem Haflinger ist die Insektenwelt relativ egal, aber mein Pferd Keks steht an warmen und feuchten Sommertagen nur kopf- und schweifschlagend auf der Koppel. Von entspanntem Grasen kann keine Rede sein. Ihm hilft eine Fliegendecke ungemein.

Ekzemerdecken haben die gleichen Eigenschaften wie Fliegendecken. Das Material, aus dem sie bestehen, ist allerdings noch engmaschiger und bietet so maximalen Schutz. Außerdem haben Ekzemerdecken meist noch einen großen Bauch- und Schweiflatz sowie ein Halsteil um das ganze Pferd zu schützen.

Keks in der Fliegendecke von RidersDeal

Zum Weiterlesen: Getestet: Die Fliegendecke der RidersDeal Collection

Was jeder Pferdehalter im Schrank haben muss

Prinzipiell haben Pferde eine sehr gute Thermoregulation und kommen gut ohne Decke klar. Auch im Winter. Selbst wenn du zu den Pferdehaltern gehörst, die ohne jegliche Decke auskommen, dann solltest du trotzdem eine passende Abschwitzdecke im Schrank haben. Es kann immer mal sein, dass dein Pferd plitschnass von der Koppel kommt und sichtlich friert, krank ist oder transportiert, und demzufolge vor Zugluft geschützt, werden muss.

Welche Art von Decken und in welcher Anzahl du sie benötigst, ist absolut individuell und kann nicht pauschal beantwortet werden. Wichtig ist, dass die Decke deinem Pferd gut passt und nicht scheuert.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit RidersDeal*. Ich freue mich, wenn ein cooles Unternehmen den Wert meiner Arbeit erkennt und mich dafür bezahlt. Nur so ist es mir möglich viele Inhalte kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Natürlich ist meine Meinung nicht käuflich!

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