Mitte September, kurz vor unserem Umzug nach Norddeutschland, organisierte ich noch einen Reitabzeichenlehrgang für das RA 10 und 9. Für meine Reitmädels sollte dies ein toller Abschluss unserer gemeinsamen Zeit werden.

Als Prüferin kam wieder meine liebe Freundin und Kollegin Babsie Decker (www.pferdvoll-wertvoll.de). Zusammen legten wir einen Prüfungstermin fest und ich meldete die Prüfung beim Verband an. Kurze Zeit später kamen die Urkunden und Abzeichen per Post bei mir an. Der Prüfungstag konnte also kommen.

Wenn du dich für die Berichte zu meinen Lehrgängen von 2018 interessierst, dann klick mal hier: Lehrgang RA 10 – 8 und Lehrgang RA 9 – 4

RA 10 für Merle und Louise

Merle und Louise, beide 8 Jahre alt, haben erst im Juli mit dem Reiten begonnen. Am Anfang war das eigentliche Reiten sogar zweitrangig. In erster Linie war mir wichtig, dass die Beiden den richtigen Umgang mit dem Pferd lernen. Sie sollen verstehen, warum wir nicht schreiend über die Stallgasse laufen, warum wir immer von schräg vorne an das Pferd herantreten und wieso wir uns zum Beine putzen nicht neben das Pferd setzen.

Wir holten Pferd Keks zusammen von der Koppel und ich erklärte Merle und Louise wie sie den Strick richtig anfassen, auf welcher Seite sie gehen müssen und welche Signale sie über ihre eigene Körpersprache an das Pferd aussenden können. Bevor es ans Reiten ging, musste Keks geputzt werden. Auch hier achtete ich von Anfang an darauf, dass die Beiden in der richtigen Reihenfolge putzen und die einzelnen Putzsachen auch benennen können.

Bei einer Reitabzeichen Prüfung geht es neben dem praktischen Reiten auch immer um die Theorie. Meist nimmt der theoretische Teil in Form der Stationsprüfungen sogar über die Hälfte der gesamten Prüfung ein. Für Merle und Louise war das alles gar kein Problem. Auch ohne einen gesonderten Theorieunterricht konnten sie alle Fragen richtig beantworten.

In der praktischen Prüfung mussten Merle und Louise Schritt und Trab an der Longe reiten. Beide hatten bereits das Galoppieren bei mir gelernt, also nahmen wir den Galopp kurzerhand mit dazu. Schließlich dürfen meine Mädels stolz sein auf das, was sie können und es dann natürlich auch zeigen. Für die Praxis gab es von Babsie viel Lob für den guten Sitz und die ruhige Hand.

Ich bin sehr stolz auf Beide! Innerhalb von 10 Wochen haben sie so unfassbar viel gelernt. Vom ersten Mal ein Pferd führen bis hin zum Hufe auskratzen. Vom ersten Mal auf dem Pferderücken sitzen bis hin zum Galoppieren. Vom Reiten in der Halle, auf dem Außenplatz, über Stangen bis hin zum geführten Ausritt. Unsere Reitstunden waren immer abwechslungsreich und die Mädels hat vor allem eines: Spaß!

Herzlichen Glückwunsch Merle und Louise zum bestandenen RA 10.

RA 9 für Magdalena und Johanna

Magdalena und Johanna sind reiterlich schon etwas weiter und haben ein eigenes Pony. Als ich angefangen habe sie zu unterrichten, lernte ich ein teilweise sehr spritziges Pony kennen. In den ersten Reitstunden ging es mir fast ausschließlich darum, den Mädels zu erklären, wie sie durch abwechslungsreiches Reiten Ruhe in ihr Pony bekommen.

Ein zweiter, für mich wichtiger Punkt, war der Vertrauensaufbau. Die Drei kannten sich noch nicht so lange und mussten erstmal Freundschaft schließen. Das geht natürlich am besten, indem immer neue Aufgaben zusammen bewältigt werden müssen. Es wurde also nicht nur Dressur geritten, sondern auch über Stangen, wir machten kleine Spiele, Sitzschulung an der Longe und Bodenarbeit.

Mit der Zeit wurde aus dem Speedy-Gonzales-Pony ein ausgeglichenes, ruhiges Pony und wir konnten das Reitabzeichen in Angriff nehmen. Für das RA 9 wird das freie Reiten im Schritt, Trab und Galopp verlangt. In der praktischen Prüfung zeigten Magdalena und Johanna dann alles was sie gelernt hatten. Sie ritten verschiedene Hufschlagfiguren, es wurde leicht getrabt und ausgesessen und auf beiden Händen galoppiert. Babsie lobte nach der Prüfung die feine Hand und die ruhigen Beine der Mädels, was gar nicht so einfach ist, wenn das Pferdchen mal wieder etwas Vorwärtsdrang hat.

Für die Stationsprüfungen hatte ich mit Magdalena und Johanna Theorieunterricht gemacht. Durch das eigene Pferd ist ihnen natürlich viel bekannt, aber mir war wichtig alle Prüfungsinhalte nochmal zu besprechen. Natürlich las ich nicht aus einem Buch vor und sagte, merkt euch das, sondern ich gestaltete alles interaktiv und anschaulich. Sachverhalte wurden aufgezeichnet, am Pferd gezeigt und beim Schritt reiten wiederholt.

Am Prüfungstag wollten Magdalena und Johanna dann alles erzählen, was sie wussten und es ging weit über die Inhalte vom RA 9 hinaus. Ja, ich musste zwischendurch sogar zu Hause anrufen, dass ich später komme. Es ist so schön zu sehen, wenn die Kinder anfangen eine Leidenschaft zu entwickeln und das Lernen nicht als Belastung angesehen wird.

Ich bin sehr glücklich und stolz über die Entwicklung von Magdalena und Johanna mit ihrem Pony. Durch regelmäßigen und vielseitigen Reitunterricht sind die Drei zu einem Team zusammengewachsen. Und auch hier durfte er nie fehlen: der Spaß!

Herzlichen Glückwunsch Magdalena und Johanna zum bestandenen RA 9.

Mein Konzept hat einen Namen bekommen

Zum Abschluss noch etwas in eigener Sache. Mein System aus Wissen und Reiten lernen hat mittlerweile einen Namen bekommen. DAS Reitlernsystem. DAS steht für Dressur, Ausreiten und Stangen und spiegelt die vielseitige und abwechslungsreiche Reitausbildung, für die ich stehe, wieder. Mehr Infos bekommst du hier: www.das-reitlernsystem.de


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Ja, das will ich machen!